© 2019 by SCHLOSS LUDWIG. Proudly created with Wix.com

DJ LUDWIGS

MUSIKTIPPS

Ludwigs Lieblingssongs 2017

 

Für meine Sendung «Perlen aus Ludwig Plattenkiste» mache ich im Januar jeweils eine musikalische Rückschau auf das vergangene Jahr. Und für diese Seite stelle ich euch 10 Songs vor, die mir 2017 besonders gut gefallen oder beeindruckt haben.

Eddy de Pretto «Kid»

Queer Pop aus Frankreich

Dieser junge Mann liess mich aufhorchen. Seine Debüt-Single «Kid» ist eigen und spannend. Eddy de Pretto will seinen Stil nicht klassifizieren. Ist auch schwierig, weil seine Vorbilder sehr konträr sind. Er orientiert sich sowohl an Jacques Brel als auch an Frank Ocean. «Chanson moderne» würde ich das bezeichnen, eine Art schwuler Stromae, der auch singen kann. Der offen schwule Musiker singt in seinen Songs über Sexualität und Männlichkeit. Bald soll sein erstes Album erscheinen. Ich freue mich darauf!

Pierre Lapointe «Sais-tu vraiment qui tu es»

Queer Pop aus Kanada

In seiner Heimat Kanada ist der schwule Sänger Pierre Lapointe längst ein Star und sitzt dort bei The Voice in der Jury. Ich habe ihn erst 2017 kennen und schätzen gelernt, dank einem Tipp von DJ Corey. Auf seinem Album «La Science du coeur» pflegt Pierre Lapointe einen ganz persönlichen Stil und gehört für mich zu den spannendsten Entdeckungen vom letzten Jahr. Besonders interessant sind jeweils seine visuellen Umsetzungen der Songs, wie dies im Video zum Song «Sais-tu vraiment qui tu es» zu sehen ist.

Salvador Sobral «Amar pelos Dois»

Der verdiente Eurovisions-Sieger

Portugals Beitrag für den Eurovision Song Contest war beim durchhören aller Songs gleich mein Liebling. Seit meinen Ferien in Lissabon steh ich voll auf Musik aus Portugal. Doch auf einen Sieg hätte ich vorerst nicht gewettet. «Amar pelos Dois» ist nämlich nicht der übliche Eurovisons-Pop, sondern eine wunderschöne Ballade mit Jazz und Fado Einflüssen. Doch als ich seinen Auftritt sah, und wie er es schaffte, in einer riesigen Eventhalle und vor Millionen TV-Zuschauer einen intimen Moment zu kreieren, war klar: Das ist der Sieger! Nach 53 Jahren erfolglosem Mitmachen beim ESC hat Portugal endlich gewonnen. Verdient!

Céu «Sangria»

Erinnerung an Konzert von Céu in Bern

Im Herbst spielte die brasilianische Sängerin Céu im Progr in Bern. Ein Konzert das ich nicht verpassen wollte. Ihr neues Album «Tropix» hat mich das ganze Jahr über begleitet. Meinen Lieblingssong «Sangria» spielte sie auch in Bern. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Eine sympathische und tolle Sängerin, ein wunderbares Konzert!

Karen Elson «Distant Shore»

Folk aus Amerika

Das zweite Album der Amerikanerin Karen Elson «Double Roses» wurde zu meinem Lieblingsalbum vom Jahr, weil einfach jeder Song drauf grossartig ist. Sei es das melancholische «Distant Shore» oder «Wolf» mit dem schmierigen Saxophon-Solo (hat man schon lange nicht mehr gehört!) oder «Million Stars» mit den härzigen Chörli. Ein Album das ich immer wieder als Ganzes anhörte im 2017.

London Grammar «Oh Woman, Oh Man»

Dark Pop zum träumen aus London

Mit ihrem zweiten Album «Truth Is a Beautiful Thing» ist London Grammar ein grossartiges Album gelungen. Ein Album zum schwelgen und und der Melancholie frönen. Nicht nur die wunderbare Stimme der Sängerin Hannah Reid macht die Musik von der drei Londoner zum Ereignis, sondern auch die sorgfältige Produktion. Einer meiner Lieblingssong auf dem Album ist «Oh Woman, Oh Man». 

Jessie Ware «Selfish Love»

Soul-Pop vom feinsten aus England

Jessie Ware brachte 2017 bereits ihr drittes Album raus. Und sie wird mit jedem Album besser! «Glasshouse»  besticht durch seine musikalische Abwechslung und das exzellente Songwriting. Besonders oft gehört habe ich den Song «Selfish Love» mit diesem leichten, sommerlichen Beat.

Imelda May «Call Me»

Neo-Rockabilly Singer goes Pop

Die Sängerin Imelda May aus Dublin hat 2017 ihr 5. Album veröffentlicht. Mit «Life Love Flesh Blood» hat sie sich von ihrem Rockabilly-Sound verabschiedet. Sie klingt jetzt poppiger aber auch reifer. Mit «Call Me» ist ihr zudem eine berührende Ballade gelungen. Bei uns ist diese tolle Sängerin leider viel zu wenig bekannt.

Beth Ditto «In and Out»

Das erste Soloalbum meiner Lieblingslesbe

Zuerst war ich schon etwas schockiert, als ich mir das erste Soloalbum von Beth Ditto anhörte. Die Wut, die sie mit ihrer Disco-Punk-Band Gossip zeigte, ist weg. Was wohl daran liegt, dass auch ihre persönliche Wut weg ist. Sie ist inzwischen verheiratet und scheint viel ausgeglichener zu sein. Der Sound ist jetzt mehr PopRock und sehr gefällig. Nach dem ersten Schock begann ich dann doch die Songs zu mögen. Besonders «In and Out» ist mir ans Herz gewachsen. 

Charli XCX «Boys»

Pop mit Augenzwinkern

Charli XCX aus England hat schon für viele Stars Hits geschrieben. Mit «Boys» hat sie sich nun den eigenen Hit komponiert – eine Liebeserklärung an Jungs. Klar, der Song ist süss, aber noch süsser ist das Video dazu! Sie konnte einige prominente «Boys» vor die Kamera holen die mit ihrer männliche Erotik spielen – auf sehr humorvolle Art. Im Jahr, in dem die Frauen endlich begannen lautstark gegen Sexuelle Übergriffe zu protestieren, tut ein Kontrastpunkt gut, der zeigt, dass Frauen Jungs mögen die auch sexy sind und nicht alle für Grapscher halten. Die Jungs gefallen auch mir!

Please reload

flyer-sommer-19.jpg